25. Januar 2026 / Autor: Simon Bareth / Kategorie: A-Jugend männlich
Die mA-Jugend der SG Kempten-Kottern hat sich am Sonntagabend im Allgäuer Derby gegen den TSV Ottobeuren durchgesetzt. Vor gut gefüllter Halle und stimmungsvoller Atmosphäre gewannen die Kemptner das hochklassige, intensive und temporeiche Spiel der beiden besten A-Jugendmannschaften der Region verdient mit 35:31 (18:15).
Von Beginn an war zu spüren, dass sich hier zwei technisch hervorragend ausgebildete Teams gegenüberstanden. Das Spiel entwickelte sich früh zu einem rassigen Schlagabtausch auf hohem Niveau. Die SG erwischte dabei den besseren Start und setzte mit viel Tempo und Zielstrebigkeit direkt ein Ausrufezeichen. Nach wenigen Minuten führten die Hausherren mit 3:1, was die Gäste aus Ottobeuren bereits zu einem frühen ersten Team-Timeout zwang.
In der Folge fand der TSV besser ins Spiel, doch die SG Kempten-Kottern behielt die Kontrolle. In einer offenen und intensiven Phase wechselte die Führung zwar nicht, allerdings blieb der Vorsprung der Gastgeber konstant zwischen ein und drei Toren. Besonders erfolgreich präsentierte sich in dieser Phase das Kreisläuferspiel der SG: Luis Barmetler wurde immer wieder gut in Szene gesetzt und wusste seine Chancen konsequent zu nutzen. Mit einer verdienten 18:15-Führung ging es schließlich in die Halbzeitpause.
In der Kabine erinnerten die Trainer nochmals an das in der Vorwoche viel trainierte Abwehrkonzept, speziell wenn die Gäste auf das 7:6 aus dem Hinspiel umstellen sollten. Zudem lag der Fokus darauf, gegen die offensive Abwehr der Gäste mit mehr Vorbewegung, Dynamik und Tiefe im Angriff zu agieren.
Nach dem Seitenwechsel legten die SG-Jungs nochmals eine Schippe drauf. Mit hohem Tempo, klugen Laufwegen und sehenswert herausgespielten Angriffen setzte sich Kempten-Kottern zunächst auf +4 ab und baute den Vorsprung Mitte der zweiten Halbzeit sogar auf sechs Tore aus. Maßgeblichen Anteil daran hatte Leon Wabersich, der im Rückraum geschickt Regie führte, sowie Lennart von Rützen, der mit seiner Dynamik und überragenden Abschlüssen immer wieder für Jubel auf den Rängen sorgte.
Defensiv zeigte sich die SG ebenfalls auf hohem Niveau. Vor allem der Mittelblock um Daris Dedic und Luis Barmetler arbeitete hervorragend gegen die Ottobeurer Topspieler Felix Hegemann und Moritz Schneider. Zwar erlaubte man den Gästen über den Kreis noch zu häufig freie Abschlüsse, insgesamt stand die Abwehr jedoch stabil. Zudem konnte sich Torhüter Pablo Weikl-Sanchez mehrfach auszeichnen und wichtige Paraden beisteuern.
Auch auf das zwischenzeitliche 7:6 der Ottobeurer fand die SG immer wieder die richtigen Antworten. Durch hohe Aufmerksamkeit und aggressive Verteidigung erzwangen die Kemptner Ballgewinne, wobei Matteo Hold mit seiner Antizipation und seinem Einsatz besonders herausstach.
In der Schlussphase versuchte der TSV Ottobeuren nochmals alles, kam jedoch nie näher als drei Tore heran. So brachte die SG Kempten-Kottern den Vorsprung souverän über die Zeit und durfte sich am Ende über einen verdienten 35:31-Derbysieg freuen.
Fazit der Trainer:
„Wir sind sehr stolz darauf, wie die Jungs die Vorgaben aus dem Training und der Spielbesprechung umgesetzt haben. Das war eine tolle, geschlossene Mannschaftsleistung und unsere beste Offensivleistung der Saison. Vor dieser Kulisse war das ein echtes Highlight, wir hoffen, dass das Team diesen Spirit mit in den weiteren Saisonverlauf nimmt.“
Das Derby war allerbeste Werbung für den Allgäuer Handball: Zwei junge, dynamische Teams lieferten sich ein Duell auf höchstem Jugendhandball-Niveau, geprägt von Tempo, Qualität und großem gegenseitigem Respekt. Ein intensives, temporeiches und jederzeit faires Derby, das eindrucksvoll unter Beweis stellte, welches Potenzial im Allgäuer Jugendhandball steckt und diesem Abend einen würdigen, positiven Schlusspunkt verlieh.
Durch den Erfolg steht die SG Kempten-Kottern im engen Tabellenfeld der Regionalliga nun auf Rang 5, während der TSV Ottobeuren nach der Derbyniederlage auf Platz 8 abrutscht. Die restliche Saison verspricht weiterhin Spannung pur, sowohl nach oben als auch nach unten sind noch einige Tabellenverschiebungen möglich.