22. März 2026 / Autor: / Kategorie: Herren 1, Spielberichte

Zum letzten Heimspiel der Saison empfing die SG Kempten-Kottern am Samstagabend den TSV Partenkirchen in der heimischen Westendhalle. Gegen den Tabellenvorletzten setzte sich die SG am Ende verdient mit 40:24 durch. Trotz des deutlichen Ergebnisses blieb das Spiel jedoch über weite Strecken hinter den eigenen Erwartungen zurück. Die Rollen vor dem Anpfiff waren klar verteilt: Als bereits feststehender Meister mit einer makellosen Bilanz von 20 Siegen aus 20 Spielen ging die SG als klarer Favorit in die Partie und übernahm von Beginn an die Kontrolle über das Spielgeschehen.

Die Gäste aus Partenkirchen, die seit dem vergangenen Wochenende bereits als Absteiger feststehen und die nur mit einem schmal besetzten Kader angereist waren, versuchten, das Tempo niedrig zu halten und ihre Kräfte einzuteilen. Die SG erspielte sich zwar durch ihre individuelle Klasse stets beste Abschlussmöglichkeiten, ließ diese jedoch gerade in der Anfangsphase vollkommen unnötigerweise liegen. Immer wieder scheiterten die Hausherren freistehend am gegnerischen Torhüter oder verfehlten das Gehäuse gänzlich. Trotz spielerischer Überlegenheit gelang es daher zunächst nicht, sich entscheidend abzusetzen. Auch defensiv zeigte sich die Mannschaft nicht in allen Situationen konsequent genug und kassierte zu viele vermeidbare Gegentore. Die Allgäuer hatten sogar Glück, dass die Kreisanspiele von Partenkirchen häufig nicht an den Mann gebracht werden konnten. Spannend erschien die Partie aber nie. Die SG blieb jederzeit Herr der Lage und konnte sich bis zur Pause zumindest einen komfortablen 17:12‑Vorsprung erarbeiten.

Das Trainergespann Hofele/Mazur war mit der gezeigten Leistung alles andere als zufrieden und ermahnte sein Team, im zweiten Durchgang mit mehr Ernsthaftigkeit und Konzentration aufzutreten, um den Fans einen gelungenen Saisonabschluss zu bieten. Zunächst setzte sich nach dem Seitenwechsel das bekannte Bild fort: viele herausgespielte Möglichkeiten, aber weiterhin ebenso viele vergebene freie Würfe. Mit zunehmender Spieldauer machte sich jedoch der breiter besetzte Kader der SG’ler immer deutlicher bemerkbar. Partenkirchen konnte mit dem Tempo der jungen blau-roten Truppe nicht mehr mitgehen, wusste sich teils nur noch durch strafwürdige Fouls zu helfen und so wuchs der Vorsprung Stück für Stück an. Maßgeblichen Anteil am deutlichen Endergebnis hatten einmal mehr die Brüder Lukas und Simon Bareth, die mit 11 beziehungsweise 9 Treffern als beste Werfer aufseiten der Kemptner überzeugten. Zur Schlusssirene zeigte die Anzeigetafel einen standesgemäßen 40:24-Erfolg an, mit dem der designierte Aufsteiger spielerisch aber definitiv nicht zufrieden sein konnte. 

Nach dem Schlusspfiff rückte das Sportliche jedoch schnell in den Hintergrund. Im Rahmen des letzten Heimspiels nutzte die Mannschaft die Gelegenheit, zahlreichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz während der gesamten Saison zu danken. Ohne das Engagement vieler Ehrenamtlicher wäre ein Spielbetrieb auf diesem Niveau nicht möglich. Besonders emotional wurde es anschließend bei der Verabschiedung der beiden SG-Trainer, die ihr letztes Heimspiel in der Westendhalle betreuten. Sowohl Felix Hofele als auch Steffen Mazur geben ihr Amt zum Saisonende aus persönlichen Gründen ab. Nach einer kurzen Zusammenfassung der äußerst erfolgreichen Amtszeit, gab es neben einigen Abschiedsgeschenken noch viel mehr Umarmungen für die scheidenden Coaches. 

Felix und Steffen, vielen Dank für alles! Wir sind unendlich froh, dass wir so viele emotionale Momente mit euch zusammen erleben durften, die wir als Spieler unser Leben lang nicht vergessen werden. Durch eure unermüdliche Arbeit habt ihr nicht nur unsere Männermannschaft, sondern die gesamte SG-Familie extrem bereichert und geprägt. Gleichzeitig freuen wir uns, dass ihr unserem Verein in anderen Funktionen erhalten bleibt. Für alles, was vor euch liegt – im Handball, im Beruf und im Familienleben – wünschen wir euch von Herzen nur das Allerbeste!

Für die SG spielten:

Simon von Rützen (TW), Pablo Weikl Sanchez (TW), Erik Kloß (2), Simon Bareth (9/1), Laurenz Schroeder (1), Luis Barmetler, Simon Pfeiffer (2), Max Seeholzer (1), Manuel Müller (5), Maximilian Bartalis (1), Hannes Kasper (2), Paul Poth (2), Lukas Bareth (11/3), Noah Huber, Moritz Schimanek (1), Dominik Willim (3)



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