15. März 2026 / Autor: / Kategorie: Herren 1



Im vermeintlichen Topspiel der Liga fuhren die Platzhirsche der Bezirksoberliga einen ungefährdeten 42:23-Sieg ein. Im Hinspiel war der Tabellendritte einer der Gegner, gegen den sich der designierte Aufsteiger am längsten schwergetan hatte. Als einzige Mannschaft konnten die Landsberger bisher mehr als 30 Tore gegen die SG erzielen. Im Rückspiel wollte die Mannschaft um Kapitän Simon Bareth nun zeigen, dass der Aufstieg verdientermaßen ins Illertal geht. Leider reisten die Gäste aus Landsberg mit einem sehr dezimierten Kader an. Die beiden Toptorschützen aus dem Hinspiel, Christian Eisen und Fynn Meier, fehlten. Kempten hingegen konnte auf einen vollen Kader zurückgreifen.

Der Beginn gehörte den Hausherren, die in der sechsten Minute auf 4:1 stellten. Obwohl der Klassenunterschied sichtbar war, gelang es dem Ligaprimus nicht, sich entscheidend abzusetzen. Zu oft fanden die Angriffe der Gäste auf unkonventionelle Weise ihren Weg ins Tor, und vorne streuten die Spieler aus der Allgäumetropole immer wieder Fehlwürfe und technische Fehler ein. Offensiv nutzte das Trainerteam das Spiel, um eine Variante mit vier Rückraumspielern einzustudieren. Eine reduzierte Abschlussquote war somit einkalkuliert. Die vielen einfachen Gegentore hingegen nicht. So konnten die Gäste in der dreizehnten Minute beim Stand von 7:6 den Anschluss wiederherstellen. Bei diesem Anschlusstreffer verletzte sich Simon Grieshammer, die bisherige Lebensversicherung im rechten Rückraum der Gäste, an der Wurfhand, als er beim Wurf seine Hand auf dem eigenen Mitspieler stoppte. Ohne ihren bis dahin besten Spieler konnte Landsberg nur noch bedingt dagegenhalten. Bis zur Halbzeit erhöhten die Hausherren wieder auf 18:12.

In der Halbzeit waren sich Steffen Mazur und Felix Hofele mit ihrem Team einig, dass sie vor allem zu viele unnötige Tore hinnehmen mussten und die Wurfausbeute gleichzeitig nicht ausreichend war. Dementsprechend wollte man in der zweiten Halbzeit die Breite des Kaders weiter ausnutzen und von Beginn an mit vollem Einsatz das Ergebnis in eine standesgemäße Höhe treiben.
Das Vorhaben wurde gut umgesetzt, sodass nach gut 34 Minuten bereits eine 10-Tore-Führung auf der Anzeigetafel stand.
Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Während Landsberg mit seiner personell dezimierten Truppe nur selten überzeugende Lösungen fand, kam der Ligaprimus dank seiner individuellen Klasse reihenweise zu klaren Chancen. Man konnte mit der Chancenausbeute hadern, vor allem vom 7-Meter-Strich, und sich an einigen unglücklichen Gegentoren abarbeiten. Trotzdem endete das Spiel souverän mit 42:23, denn die Gäste waren an diesem Tag in dieser Besetzung nicht in der Lage, die Kemptner in Bedrängnis zu bringen.
Coach Hofele zum Spiel: „Wir haben das Spiel genutzt, um neue Varianten im Angriff auszuprobieren. Leider ist Landsberg heute nur mit einer dezimierten Truppe angetreten, sodass die Aussagekraft des Tests gering ist. Am Ende freue ich mich über zwei weitere Punkte und möchte das Ziel der weißen Weste bis zum Ende aufrechterhalten.“
Im Anschluss an das Spiel konnten die Damen der SG den ersten Aufstieg der Vereinsgeschichte perfekt machen und so allen einen guten Grund zum Feiern bieten. Herzlichen Glückwunsch an die Damen!

Für die Kemptner spielten:

Pablo Weikl Sanchez, Max Beutlrock (beide Tor), Simon Bareth (10/7), Laurenz Schröder (1), Lennart von Rützen (1), Luis Barmetler (1), Simon Pfeiffer, Max Seeholzer (5), Manuel Müller (6), Hannes Kasper (1), Paul Poth (1), Lukas Bareth (5), Noah Huber (5/1), Moritz Schimanek (1), Daniel John (5)



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