29. März 2026 / Autor: SG Kempten-Kottern / Kategorie: Herren 1
Zum letzten Spiel einer perfekten Saison war die SG Kempten-Kottern am Samstagnachmittag beim TSV Weilheim zu Gast. Anwurf war im letzten Spiel dieser Saison zur ungewohnten Uhrzeit um 13:00 Uhr, wovon sich die Illerstädter jedoch nicht beirren ließen. Am Ende stand ein souveräner 32:24 (19:11)-Auswärtserfolg, mit dem die SG eine perfekte Saison ohne Verlustpunkte krönte und sich endgültig mit einer „weißen Weste“ in die Oberliga Süd verabschiedete.
Die Anfangsphase gestaltete sich zunächst ausgeglichen. Bis zur siebten Spielminute hielten die Gastgeber beim Stand von 4:4 gut mit und fanden vor allem über ihren wurfstarken Rückraum immer wieder Lösungen gegen die anfangs noch etwas zu passive Kemptener Abwehr. Doch mit zunehmender Spieldauer übernahm die SG mehr und mehr die Kontrolle über das Spielgeschehen.
Angeführt von einem überragenden Simon Bareth im Angriffsspiel setzten sich die Illerstädter mit einem 6:0-Lauf bis zur 16. Minute entscheidend ab. Gleichzeitig stabilisierte sich auch die Defensive spürbar. Immer besseren Zugriff im Abwehrverbund und ein starker Rückhalt im Tor durch Frieder Mari sorgten dafür, dass Weilheim zunehmend den Faden verlor. Mari parierte in dieser Phase mehrere freie Würfe und legte damit den Grundstein für die komfortable Führung. Bis zur Halbzeit baute die SG ihren Vorsprung konsequent auf 19:11 aus.
Auch nach dem Seitenwechsel ließ die Mannschaft von Trainergespann Hofele/Mazur nichts mehr anbrennen. Zwar begann die zweite Hälfte zunächst ausgeglichen, doch kleinere Läufe der Kemptener sorgten schnell für klare Verhältnisse. Spätestens in der 41. Minute, als die Anzeigetafel eine 25:13-Führung zeigte, war die Partie endgültig entschieden. In der Folge verwaltete die SG das Spiel souverän und brachte den ungefährdeten Auswärtssieg sicher ins Ziel.
Ein Schlüssel zum Erfolg war neben der individuellen Klasse einmal mehr die taktische Variabilität im Angriffsspiel. Immer wieder wechselte die SG zwischen drei und vier Rückraumspielern und stellte die Defensive der Gastgeber so immer wieder vor Probleme. Besonders Simon Bareth (13 Tore) und Lukas Bareth (10 Tore) prägten das Offensivspiel und waren von den Weilheimern kaum zu stoppen.
Die Chancenverwertung war insgesamt solide, ließ aber dennoch in einigen Phasen Luft nach oben. Defensiv steigerte sich die SG nach anfänglichen Abstimmungsproblemen deutlich und ließ über weite Strecken nur noch wenige klare Möglichkeiten zu. Auch die Torhüter überzeugten im Kollektiv mit einer stabilen Leistung. Beim Stand von 32:24 pfiffen die Unparteiischen die insgesamt faire Partie gegen die sympathischen Jungs aus Weilheim ab.
Mit dem Schlusspfiff war die Freude bei den Kemptenern riesig: Eine Saison ohne einen einzigen Verlustpunkt – ein herausragender Erfolg, der die Dominanz der SG in dieser Spielzeit eindrucksvoll unterstreicht.
Die Partie markierte auch das letzte Spiel des Trainerduos Felix Hofele und Steffen Mazur, die die Mannschaft stark geprägt und maßgeblich zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen haben. Felix Hofele nach dem Spiel: „ich bin wirklich stolz auf das Team, dass sie sich auch im letzten Spiel nochmals voll fokussieren konnten und so emotional diese eigentlich bedeutungslose Partie angingen. Lukas Nieß, der sich aktuell im Auslandssemester befindet überraschte die Mannschaft noch mit einer Videobotschaft aus dem fernen Australien, das motivierte die Jungs zusätzlich. Ein wirklich tolles Team, wir werden definitiv in engem Kontakt bleiben.“
Mit dem Aufstieg in die Oberliga Süd und einer makellosen Bilanz verabschiedet sich die SG Kempten-Kottern in eine neue Herausforderung und nimmt dabei eine Saison mit, die in Erinnerung bleiben wird.
Die Mannschaft ließ den historischen Erfolg gemeinsam in der „Weinschmeckeria“ in Kempten bei Markus Preuss ausklingen und feierte den perfekten Abschluss einer außergewöhnlichen Saison gebührend bei einer leckeren, interessanten und exklusiven Weinverkostung. Für die passende Verpflegung sorgten: Opa Willi und Oma Christine, vielen Dank an dieser Stelle!
Es spielten: Erik Kloß (1), Simon Bareth (13), Laurenz Schroeder (1), Simon Pfeiffer, Max Seeholzer (1), Manuel Müller (1), Max Bartalis (2), Hannes Kasper (2), Paul Poth, Lukas Bareth (10), Noah Huber, Moritz Schimanek (1), und Frieder Mari und Max Beutlrock im Tor