07. März 2026 / Autor: / Kategorie: Herren 1

SG Kempten-Kottern bleibt auch beim Tabellenzweiten ungeschlagen

Die Erfolgsserie der SG Kempten-Kottern geht weiter: Auch im Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten HSG Würm-Mitte behielten die Allgäuer die Oberhand und gewannen am Ende verdient mit 27:22 (14:11). Damit entschied die bereits als Meister und Aufsteiger feststehende SG auch ihr 19. Saisonspiel für sich und bleibt weiterhin ohne Punktverlust.

Die Partie stand allerdings unter nicht ganz optimalen Vorzeichen. Ohne etatmäßigen Linksaußen musste Trainer Steffen Mazur die Reise nach München antreten. Sowohl Manuel Müller als auch Erik Kloß fielen verletzungsbedingt aus, zudem ging Spielmacher Daniel John angeschlagen in die Begegnung. Auch auf Trainer Felix Hofele musste die Mannschaft kurzfristig verzichten. Ebenso war die mentale Ausgangslage  nicht einfach: Nachdem die Meisterschaft bereits in der Vorwoche unter Dach und Fach gebracht worden war, stellte sich die Frage, ob die Mannschaft die nötige Spannung noch einmal aufbauen konnte.

Vor dem Spiel nahm das Team zudem einen Umweg über Memmingen in Kauf. Dort unterstützten die Spieler zunächst die zweite Herrenmannschaft der SG im Kampf um den Relegationsplatz zur Bezirksliga. Nach deren Sieg setzte die Mannschaft ihre Reise nach München fort. „Sauber Männer 2!“

Die anfänglichen Befürchtungen eines zu lockeren Auftritts schienen sich zunächst zu bestätigen. In den ersten 20 Minuten präsentierten sich die Gäste zu nachlässig und ließen die notwendige Konsequenz vermissen. Zwar stand die Abwehr grundsätzlich ordentlich, dennoch mussten die Allgäuer in dieser Phase bereits zwei unglückliche Zeitstrafen gegen Lukas Bareth verkraften. Die Zwischenstände von 3:3, 4:4, 7:7, 8:8 in der 18 . Spielminute waren folgerichtig. Trainer Mazur reagierte und stellte die Abwehrformation um. Gleichzeitig testete er im Angriff eine neue Variante und ließ mit vier Rückraumspielern agieren. Diese taktische Anpassung sollte sich als richtiger Schritt erweisen. Die SG kam nun deutlich besser ins Spiel, erspielte sich mehrere Durchbrüche und nutzte ihre Chancen konsequenter.

Bis zur Halbzeit gelang es den Allgäuern so, sich einen Drei-Tore-Vorsprung zu erarbeiten. Beim Stand von 11:14 aus Sicht der Gastgeber ging es in die Kabinen. In dieser Phase überzeugte vor allem Laurenz Schroeder, der immer wieder starke Akzente setzte und seine Nebenmänner geschickt ins Szene brachte.

Für die zweite Hälfte nahmen sich die Gäste vor, die notwendige Ernsthaftigkeit wieder stärker auf die Platte zu bringen – und setzten diesen Plan weitgehend um. Die Abwehr um den aufopferungsvoll kämpfenden Paul Poth agierte noch stabiler und ließ den Münchnern deutlich weniger Raum für erfolgreiche Abschlüsse.

Im Angriff erspielte sich die SG weiterhin zahlreiche gute Möglichkeiten. Allerdings scheiterten die Allgäuer mehrfach am überragenden Torhüter der Gastgeber, der mit einigen starken Paraden sein Team im Spiel hielt. Auch mehrere zugesprochene Siebenmeter konnten nicht verwandelt werden.

Trotz dieser ausgelassenen Chancen blieb die SG Herr der Lage. Selbst als Würm-Mitte versuchte, mit Manndeckungen den Spielfluss der Gäste zu stören, behielten die Allgäuer die Kontrolle über das Spiel. Zwischenzeitlich baute die SG ihren Vorsprung auf sieben Tore aus – beim 14:21 aus Sicht der Gastgeber schien die Begegnung bereits entschieden. (43. Spielminute)

In der Schlussphase versuchten die Münchner noch einmal alles, zeigten richtig guten Bezirksoberliga Handball  und betrieben mit einigen Treffern Ergebniskosmetik. Bis auf vier Tore beim Stand von 20:24 in der 54. Minute konnten sie den Rückstand jedoch nicht mehr verkürzen. Die SG spielte die verbleibende Zeit souverän herunter und ließ sich den Auswärtssieg nicht mehr nehmen.

Beim Stand von 27:22 für die Gäste pfiffen die Unparteiischen die Partie schließlich ab. Damit konnte die SG Kempten-Kottern auch ihr 19. Saisonspiel gewinnen und bleibt weiterhin mit einer makellosen Bilanz an der Tabellenspitze.

Kapitän Simon Bareth zeigte sich nach der Partie zufrieden: „Nachdem nach dem Gewinn der Meisterschaft letzte Woche ziemlich viel Spannung raus war, sind wir eigentlich davon ausgegangen, heute ohne Punkte nach Hause zu fahren. Umso mehr freuen wir uns über den Sieg. Die Abwehr stand heute überragend und im Angriff konnten wir eine überzeugende Teamleistung zeigen. Jetzt wäre es natürlich eine feine Sache, wenn wir die weiße Weste bis zum Saisonende verteidigen könnten.“

Im Einsatz waren:

Simon Bareth 4/2, Laurenz Schroeder 1, Simon Pfeiffer, Max Seeholzer, Maxi Bartalis, Paul Poth 1, Lukas Bareth 6, Noah Huber 2, Daniel John 11, Hannes Kasper 2, im Tor Simon von Rützen und Frieder Mari



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