09. November 2025 / Autor: SG Kempten-Kottern / Kategorie: Herren 1
Mit zwei wichtigen Punkten im Gepäck kehrte die SG Kempten-Kottern am Sonntagabend nach einem wenig ansehnlichem Spiel aus Landsberg zurück. Der 38:33-Erfolg war jedoch ein hart erkämpfter Arbeitssieg, bei dem vor allem die Defensivleistung weit hinter den eigenen Ansprüchen zurückblieb.
Von Beginn an fand die SG weder in der 6:0- noch in der 3:2:1-Formation den gewünschten Zugriff. Besonders der Rückraumlinke der Gastgeber bereitete immer wieder Probleme, zudem kamen die Landsberger über ihre rechte Angriffsseite häufig zu einfachen Toren. Auch im Rückzugsverhalten offenbarte die SG in der Anfangsphase große Lücken – die Absicherung der zweiten Welle funktionierte kaum. Das Fehlen von Manuel Müller merkte man der Abwehr deutlich an. Da auch im Angriff die gewohnte Geschwindigkeit und Cleverness fehlte, stand es nach 10 gespielten Minuten folgerichtig 5:6 aus Sicht der Gäste. Auch die Torhüter erwischten keinen glücklichen Abend: Zwar waren sie mehrfach an den Würfen dran, doch der Ball landete zu oft trotzdem im Netz. Dass die Allgäuer trotzdem nie in Rückstand gerieten, lag an der ordentlichen Offensivleistung – auch wenn technische Fehler und vergebene Großchancen ein frühes Absetzen verhinderte. (8:10 in der 18. Minute) Ein Zwischenspurt angeführt von drei Toren in Folge von Kapitän Simon Bareth sorgte für ein kleines Polster und die SG schien Fahrt aufzunehmen. (8:13 in der 21. Spielminute). Doch wieder schlich sich der Schlendrian ein, individuelle Fehler häuften sich und verhinderten ein weiteres Absetzen. Beim Stand von 17:20 pfiffen die Unparteiischen zur Halbzeit.
Nach der Pause konnte Landsberg zunächst ausgleichen (21:21 in der 35. Spielminute) und nutzte eine 4:6-Unterzahlsituation zu seinen Gunsten. In dieser kritischen Phase behielt die SG jedoch die Nerven und zeigte die nötige Abgeklärtheit. Im Schlussabschnitt machte sich schließlich die individuelle Klasse der Gäste bemerkbar: Immer häufiger wurden die 1-gegen-1-Duelle gewonnen, wodurch sich die SG entscheidend absetzen konnte. Der Endstand von 33:38 geht in Ordnung. Die Mannschaft freute sich über die 2 hart erkämpften Punkte, zufrieden mit der gezeigten Leistung war allerdings niemand.
Trainer Felix Hofele zog nach dem Spiel ein gemischtes Fazit:
„Wir haben es heute über 60 Minuten nicht geschafft, Zugriff auf den Landsberger Angriff zu finden und hatten hinten im Tor auch Pech mit vielen Würfen, bei denen unsere Keeper dran waren. Insgesamt gilt es in der Abwehr wieder die Motivation zu finden, hart zu verteidigen und die entscheidenden Wege zu gehen. Offensiv haben wir von der individuellen Klasse unserer Spieler gelebt, kamen aber nie richtig in einen Flow. Wichtig sind die zwei Punkte, die wir liebend gerne mit ins Allgäu nehmen.“
Kapitän Simon Bareth ergänzte:
„Wir wussten, dass Landsberg körperlich spielt, und wollten dagegenhalten. Das ist uns nicht immer gelungen. Wir haben uns von manchen Entscheidungen der Schiedsrichter und Zeitstrafen zu sehr beeinflussen und aus dem Konzept bringen lassen. Das darf uns so nicht passieren. Trotzdem bin ich richtig stolz auf meine Mannschaft, dass wir das Spiel am Ende souverän mit +5 nach Hause gebracht haben.“
Mit dem 38:33-Auswärtserfolg festigt die SG Kempten-Kottern ihre Polposition in der Tabelle und kann mit Rückenwind in das nächste schwere Auswärtsspiel bei der HSG Isar-Loisach gehen.
Im Einsatz waren:
Simon Bareth (12/2), Laurenz Schroeder (4), Lukas Nieß, Simon Pfeiffer, Hannes Kasper, Paul Poth (3), Lukas Bareth (4), Noah Huber (3), Moritz Schimanek (2), Daniel John (9), Matthias Hall (1) und im Tor Frieder Mari und Simon von Rützen