29. Januar 2026 / Autor: SG Kempten-Kottern / Kategorie: Herren 1
SG Kempten-Kottern vor echter Bewährungsprobe in Fürstenfeldbruck
Am kommenden Sonntag, 01. Februar 2026, wartet auf die Herren der SG Kempten-Kottern eine anspruchsvolle Auswärtsaufgabe in der Handball-Bezirksoberliga. Um 17:30 Uhr treten die Allgäuer bei der Drittliga-Reserve des TuS Fürstenfeldbruck II an – ein Duell, das auf dem Papier klar erscheint, in der Praxis jedoch höchste Konzentration erfordert.
Als unangefochtener Tabellenführer reist die SG mit einer makellosen Bilanz von 28:0 Punktenund einem herausragenden Torverhältnis von +178 nach Oberbayern. Die Gastgeber rangieren aktuell mit 15:13 Punkten und +15 Torenauf dem fünften Tabellenplatz. Das deutliche 38:22 aus dem Hinspiel spricht zwar klar für die Allgäuer, doch genau diese Ausgangslage birgt auch Gefahren.
Tatsächlich täuscht die tabellarische Situation über die wirkliche Qualität der Fürstenfeldbrucker hinweg. Die Reserve des Drittligisten verfügt über einen sehr gut besetzten und breit aufgestellten Kader. Ähnlich wie die SG Kempten-Kottern setzen die Gastgeber konsequent auf eine gute Nachwuchsarbeit und binden ihre Regionalliga-A-Jugendspieler regelmäßig im Herrenbereich ein. Das Resultat ist eine junge, dynamische Mannschaft, die mit hohem Tempo, viel Spielwitz und technischer Stärke agiert.
Dass der TuS Fürstenfeldbruck II derzeit in ausgezeichneter Form ist, bewiesen die Oberbayern zuletzt eindrucksvoll mit einem Sieg gegen den Tabellenzweiten Würm-Mitte. Entsprechend groß dürfte das Selbstvertrauen der Hausherren sein, die dem Spitzenreiter alles abverlangen wollen.
Für die SG Kempten-Kottern bedeutet das, dass ein konzentrierter Auftritt von der ersten Minute an Pflicht ist. Die Gäste müssen hellwach sein, ihr volles Potenzial abrufen und insbesondere technische Fehler vermeiden. Im Angriff gilt es, mit Struktur, Geduld und klaren Abläufen zu agieren, während in der Defensive eine kampf- und laufstarke Abwehrarbeit gefragt sein wird, um das schnelle Umschaltspiel der Gastgeber frühzeitig zu unterbinden.
Personell müssen die Allgäuer allerdings Abstriche machen. Lukas Nieß, Simon von Rützen Max Seeholzer, Moritz Schimanek und Erik Kloß stehen nicht zur Verfügung, dennoch ist das Vertrauen in den eigenen Kader groß – auch aufgrund der bisherigen Saisonleistungen, in denen die SG ihre Stabilität und Tiefe mehrfach unter Beweis gestellt hat.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist die Marschroute klar: Die SG Kempten-Kottern will ihre weiße Weste unbedingt bewahren und im Kampf um die Meisterschaft keinen Boden verlieren. Dafür braucht es eine geschlossene Mannschaftsleistung, Disziplin und den unbedingten Willen die Punkte mit nach Hause zu nehmen.
Die Zuschauer dürfen sich somit auf ein intensives und temporeiches Bezirksoberliga-Spiel freuen – mit einem formstarken Herausforderer und einem Tabellenführer, der gewarnt ist und dennoch entschlossen auftreten möchte.