22. April 2026 / Autor: SG Kempten-Kottern / Kategorie: A-Jugend männlich, Spielberichte
Am vergangenen Wochenende trat die männliche A-Jugend der SG Kempten-Kottern erstmals in der Vereinsgeschichte zur Qualifikation für die 2. Jugendbundesliga an. Beim Turnier in Landshut trafen die Illerstädter auf einige der stärksten Nachwuchsmannschaften Bayerns.
Bereits im Vorfeld war klar, dass bei diesem hochklassig besetzten Turnier nicht in erster Linie das Ergebnis im Vordergrund stehen würde. Vielmehr nutzte die SG die Gelegenheit, um wichtige Spielpraxis zu sammeln und sich mit Topteams zu messen – mit Blick auf die anstehende Regionalliga-Qualifikation und den weiteren Saisonverlauf.
Personell konnte das Team dabei weiterhin nicht aus dem Vollen schöpfen. Mehrere Leistungsträger standen nicht zur Verfügung, zudem warten die Kemptner weiterhin auf das Comeback von Timo Markus. Auch Leon Wabersich fehlte aufgrund eines Auslandsaufenthalts. So waren die Voraussetzungen alles andere als optimal. Umso bemerkenswerter war es, dass die Mannschaft dennoch auf Augenhöhe mit den Gegnern agierte. Generell zeigte sich im gesamten Turnierverlauf, dass alle Teams leistungsmäßig sehr nah beieinanderlagen und oftmals Kleinigkeiten, Momentum und Tagesform den Ausschlag gaben.
Auftakt gegen Rimpar – gute Ansätze, aber zu viele Fehler:
Im ersten Spiel traf die SG auf das Sportinternat der SG DJK Rimpar. Gegen die „Jungwölfe“ hielt Kempten-Kottern über weite Strecken gut mit. Am Ende musste man sich jedoch mit 22:25 geschlagen geben. Ausschlaggebend waren vor allem zu viele technische Fehler sowie eine noch nicht ausreichende Abschlussquote. Auch defensiv fehlte in einigen Situationen die letzte Konsequenz, wodurch Rimpar sich entscheidend absetzen konnte. Das Fazit des Coaches lautete: „Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können, aber wir bestrafen uns in dieser Phase selbst durch einfache Fehler.“
Punktgewinn gegen Günzburg nach kräfteraubendem Doppelspiel:
Direkt im Anschluss ging es ohne große Pause gegen den VfL Günzburg weiter – ein klarer Nachteil für die Illerstädter, die zuvor bereits ein intensives Spiel absolviert hatten.
In der Anfangsphase zeigten die SGler sich von ihrer besten Seite. Über die ersten 30 Minuten präsentierte sich das Team spielerisch stark, agierte konzentriert im Angriff und setzte auch defensiv wichtige Akzente und konnte sich zwischenzeitlich auf 5 Tore absetzten (17:12).
Mit zunehmender Spielzeit machten sich jedoch die Belastung und die fehlenden Wechselmöglichkeiten bemerkbar. Die ausgeruhteren Günzburger nutzten dies, arbeiteten sich Tor um Tor heran und konnten den Rückstand aufholen. In der Schlussphase fehlten dann die nötige Klarheit und Durchschlagskraft, um das Spiel endgültig für sich zu entscheiden. So stand am Ende ein 19:19-Unentschieden. Die gesamte Mannschaft weiß, dass bei diesem Spiel mehr möglich gewesen wäre, so betont Leo Steiner: „Die Mannschaft hat sehr viel investiert, aber uns hat am Ende die letzte Frische und Konsequenz gefehlt, um so ein Spiel über die Zeit zu bringen.“
Niederlage gegen die TG Landshut:
Im abschließenden Spiel gegen die TG Landshut gelang es der SG nicht mehr, über die gesamte Spielzeit hinweg die notwendige Konstanz aufrechtzuerhalten. Vor allem in der Abwehr fehlten phasenweise die Abstimmung und die nötige Sicherheit, wodurch Landshut immer wieder zu einfachen Toren kam.
Zwar zeigte die Mannschaft weiterhin gute Einzelaktionen, jedoch wechselten sich starke Phasen mit deutlichen Leistungseinbrüchen ab. Insbesondere die nachlassenden Kräfte – auch bei Schlüsselspieler Lennart von Rützen, der normalerweise für Sicherheit und Stabilität im Spiel sorgt – machten sich bemerkbar und wirkten sich spürbar auf den Spielverlauf aus. Am Ende musste sich die SG Kempten-Kottern mit 21:25 geschlagen geben.
Mit gutem Gefühl in die anstehenden Quali-Runden:
Trotz der Ergebnisse kann das Turnier insgesamt als wertvolle Erfahrung und wichtiger Schritt in der Entwicklung der Mannschaft bewertet werden. Die SG Kempten-Kottern hat erneut ihre gute Jugendarbeit unterstrichen und gezeigt, dass man mit den besten Teams Bayerns mithalten kann.
So setzte Trainer Leo Steiner aufgrund der personellen Lage zudem vermehrt auf die jüngeren Jahrgänge 2009/2010, die viel Verantwortung übernehmen mussten und teilweise große Spielanteile erhielten. Auch dies ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige Entwicklung des Teams. So konnte Mittespieler Viliam Stefik eine starke Präsenz im Angriffsspiel zeigen und auch Rückraumspieler Matteo Hold konnte sich mit 17 Treffern unter den besten zwei Torschützen des Turniers einreihen.
Gleichzeitig wurden aber auch klare Ansatzpunkte sichtbar, an denen in den kommenden Wochen gearbeitet werden muss – insbesondere im Bereich der Konstanz, der Fehlerquote sowie der Chancenverwertung. Trainer Steiner sagt dazu: „Wir nehmen viel mit – vor allem, dass wir physisch und in der Entscheidungsqualität noch einen Schritt gehen müssen. Gleichzeitig haben wir gesehen, dass das Potenzial absolut da ist.“
Nun richtet sich der volle Fokus auf die anstehenden Runden der Regionalliga-Qualifikation. Die Mannschaft ist hochmotiviert, die nächsten Schritte zu gehen und sich dort erfolgreich zu präsentieren.
Im Einsatz für die mA der SG waren:
Im Tor: Pablo Weikl Sanchez, Max Madeheim und Benno Lidl
Auf dem Feld: Benedikt Boeckeler, Flamur Demolli, Kilian Fleischhauer, Leonard Sterzing, Luis Barmetler, Matteo Hold, Max Seeholzer, Paul Genster, Lennart Von Rützen, Maximilian Noll, Domenic Schneider, Viliam Stefik