22. Februar 2026 / Autor: / Kategorie: Spielberichte

In einer umkämpften und körperbetonten Partie sicherte sich der Spitzenreiter im Topspiel gegen den Tabellendritten HSG Gröbenzell-Olching die nächsten zwei Punkte.

Noch drei Punkte mussten die Illerstädter diese Saison erringen, um nicht mehr vom Platz an der Sonne vertrieben werden zu können. Die ersten beiden wollten sie direkt im Topspiel einfahren, um nächste Woche den ersten Matchball in heimischer Halle zu haben.

Gegen die in dieser Saison gut aufspielende Heimmannschaft war jedoch klar, dass hier nichts verschenkt werden würde. Es trafen die beste und die zweitbeste Defensive der Saison aufeinander. Dementsprechend war mit einer harten und physischen Partie zu rechnen.

Die ersten Minuten sollten dies bestätigen. In der ersten Minute scheiterte Kapitän Simon Bareth zum ersten Mal von sieben Metern am sehr guten Torhüter der Heimmannschaft. Im Gegenzug musste man dann den ersten Gegentreffer hinnehmen. Das schnelle Anspiel von Toptorschütze Daniel John unterband Toptorschütze Henning Kilian dann in Ringermanier und durfte nach nicht einmal drei Minuten zum Duschen gehen. Doch wer glaubte, dass dies den Gästen Auftrieb geben würde, hatte sich getäuscht. In Überzahl gelang nur der Ausgleich. Im Anschluss handelte man sich direkt zwei Hinausstellungen ein und musste in doppelter Unterzahl agieren. Aber auch der Gastgeber konnte daraus keinen Profit schlagen. So ging es im Gleichschritt in die nächsten Minuten. Kempten scheiterte immer wieder am gut aufgelegten Torhüter der Olchis und tat sich gegen die kompakte Abwehr schwer, gute Chancen zu kreieren. Die Abwehr stand gut, doch die Ballgewinne konnten zu selten in schnelle Tore umgemünzt werden. Außerdem waren die Aushilfen in der Abwehr nicht ideal, sodass immer wieder einfache Tore im Eins-gegen-Eins hingenommen werden mussten.

Die Auszeit der Heimmannschaft läutete ab der neunzehnten Minute einen 3:0-Lauf des Spitzenreiters ein. Mit einem ordentlichen 13:17, aber auch in Unterzahl, ging es in die Halbzeit.
Mit dem Vorsprung waren die Trainer soweit zufrieden. Immerhin hatte man es – auch dank der mitgereisten Fans – geschafft, auch mal an einem Sonntagabend bei einem Auswärtsspiel ein emotionales und kämpferisches Gesicht zu zeigen. In der Ansprache wollte man vor allem die Abwehr stärken, indem man besser aushilft, das Tempo erhöht und den Ball im Angriff besser laufen lässt.

Doch die Halbzeitansprache sollte keine Wirkung zeigen. In der ersten Halbzeit gab der Ligaprimus seine Führung aus der Hand, sodass Gröbenzell in der 44. Minute wieder auf ein Tor herankam. In dieser Phase war das Angriffsspiel zu statisch und zu vorhersehbar. Die Zweikämpfe wurden aus dem Stand geführt und der Ball wurde nie mit Tiefe zum Nebenmann weitergespielt. Es fehlte an den Grundlagen und an Disziplin. Die Umstellung auf die eingespielte 3:2:1-Abwehr und die Hereinnahme von Laurenz Schoeder änderten das Spiel. Der Tabellendritte fand kaum noch Lösungen gegen die neue Abwehrformation in Verbindung mit Torhüter Pablo Weikl Sanchez. Vorne schaffte es der Tabellenführer nun, den Ball besser in die Bewegung zu bringen und Lücken zu finden. Innerhalb von fünf Minuten zog das Team von 21:22 auf 21:26 davon. Vor allem der heutige Toptorschütze Lukas Bareth konnte Verantwortung übernehmen und vier der nächsten sechs Tore beisteuern. Der Lauf wurde dann durch die dritte Zweiminutenstrafe und damit rote Karte von Luis Barmetler beendet, der heute mit der Linie der guten Schiedsrichter nicht zurechtkam. Das Spiel war trotzdem nicht mehr in Gefahr. Routiniert brachte man die Partie nach Hause und trennte sich am Ende mit 25:32 von der HSG Gröbenzell-Olching.

In einem hitzigen und harten, aber keineswegs unfairen Spiel behielt der Tabellenführer die Ruhe und fuhr die nächsten zwei Punkte ein. Somit gibt es am Samstag um 20:00 Uhr in der heimischen Halle gegen die HSG Isar Loisach den ersten Matchball, um die letzten Zweifel am Aufstieg zu beseitigen.

Trainer Hofele resümiert: „Abgesehen von den ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte war es ein ordentliches Spiel. Vor allem die schlechte Chancenverwertung über das ganze Spiel und die mangelhafte Ballweitergabe nach Zweikämpfen in der zweiten Halbzeit haben uns das Leben schwer gemacht.“

Für die SG spielten

Frieder Mari, Pablo Weikel Sanchez (beide Tor), Simon Bareth (5), Laurenz Schroeder (1), Luis Barmetler, Max Seeholzer (1), Manuel Müller (2), Maximilian Bartalis, Hannes Kasper (1), Paul Poth (1), Lukas Bareth (11/2), Noah Huber (1), Daniel John (9/1)



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